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PLP NZ feiert 45 Jahre mit R. STAHL

Weltweit führend in Sicherheitstechnik für Ex-Bereiche

Autor: PULSE Magazine (Cover Story)

Für eine Explosion werden drei Dinge benötigt: Treibstoff, Sauerstoff und eine Zündquelle. Vor fünfundvierzig Jahren kamen ebenfalls drei Dinge zusammen: R. STAHL, PLP (Electropar Ltd) und die Bereitschaft, eine innovative neue Sicherheitstechnik für explosionsgefährdete Bereiche auf einem Markt mit entzündlichen Umgebungen (Lösungsmittel, Gase, Stäube und Pulver) einzuführen, auf dem sich seit vielen Jahrzehnten nicht viel geändert hatte und der auch kein besonderes Interesse an Veränderungen hatte.

Wer hätte vor 45 Jahren gedacht, dass sich der Einbau von glasfaserverstärktem Polyesterharz als allgemein akzeptierte Explosionsschutzmethode durchsetzen würde.

„Wir hatten den besonderen Vorteil, dass wir dank unserer engen und langjährigen Partnerschaft mit R. STAHL über diese 45 Jahre in dieser Technik immer führend waren (und bei Veränderungen vorangegangen sind).“

Unsere Beziehung ist die längste Partnerschaft, die R. STAHL mit einem Einzelunternehmen außerhalb Europas pflegt. Beide Seiten sind sehr stolz darauf und freuen sich, diese Beziehung fortzusetzen.

Das vor 45 Jahren auf dem neuseeländischen Markt übliche Produkt war eine druckfeste („Flameproof“) Konstruktion aus sehr schwerem, dickwandigem Aluminium, die eine Explosion in ihrem Innern eingrenzen sollte. In dieser Konstruktionsweise waren Produkte wie Leuchten, Steuerkästen und viele weitere Anwendungen ausgeführt.

Dann führte R. STAHL in Partnerschaft mit PLP (Electropar Ltd) das Gehäuse aus glasfaserverstärktem Polyesterharz mit innenliegenden Klemmen als Ex-Schutz-Technik ein. Das machte die Leute nervös, denn im Vergleich zum traditionellen Angebot machte das auf den ersten Blick keinen sicheren Eindruck. Um die Nerven zu beruhigen und den Angriff gegen die eingeführten traditionellen Techniken zu führen, war das Vertriebsteam für Ex-Bereiche gefordert. Das war ein harter Kampf, der sowohl den Ingenieuren als auch den Kunden einen Vertrauensvorschuss abverlangte, bis sie wussten und richtig verstanden, wie diese Ex e-Technik (erhöhte Sicherheit) zur Lösung ihrer Wahl werden sollte.

Die Pflege einer engen Arbeitsbeziehung zu R. STAHL über die weite Entfernung zwischen Neuseeland und Deutschland bedeutete, dass Waren dort hergestellt und zusammengebaut und dann mit dem Schiff über 19.000 km nach Neuseeland geschickt wurden. Vor 45 Jahren gab es weniger Luftfracht zu wettbewerbsfähigen Preisen. Im Zuge des weiteren Geschäftswachstums wurden Gespräche mit R. STAHL geführt, und vor 35 Jahren bekamen wir die Chance, das erste Montagewerk von R. STAHL außerhalb Europas einzurichten.

„Was für eine Leistung, ein Montagewerk in East Tamaki, Auckland.“

Die Kunden freuten sich, dass wir schneller liefern konnten und flexibler waren als unsere Wettbewerber. Mit unseren Montagekapazitäten vor Ort begann sich auch der Markt zu verändern. Die alte Technik der druckfesten Ausführung wurde nur noch minimal nachgefragt, während die Glasfasertechnik an Zuspruch gewann.

Wir haben viele verschiedene Steuerungen und auch Klemmenkästen montiert. Da der Markt weiter wuchs, brauchten wir mehr Know-how, und R. STAHL war gerne bereit, uns dabei zu unterstützen.

Wir sind viele Male zu Schulungen nach Deutschland geflogen, und die Spezialisten von dort kamen nach Neuseeland, um unsere Kunden weiterzubilden.

Unsere Reisen zu R. STAHL in Deutschland boten die Gelegenheit, weitere Schutztechniken und -produkte kennenzulernen. So wurden wir auf Leuchten aus glasfaserverstärktem Polyesterharz aufmerksam, die eine kostengünstige Alternative zu bestehenden, deutlich schwereren Lösungen boten, damals noch mit einer Leuchtstofflampe mit einem Anschlussstift und 38 mm Durchmesser und mit einer Lebensdauer von 2000 Stunden.

Die nächste Erweiterung des Portfolios waren kastenförmige Schaltersteckdosen für hohe Beanspruchung, sodass wir nun eine steck- und schaltbare Lösung für den Ex-Bereich hatten. Langsam änderten sich die Zeiten.

Der tiefgreifende Wandel und das umfassendere Verständnis des Marktes für Ex-Bereiche bedeuteten, dass das bisher aus Generalisten bestehende Vertriebsteam Verstärkung brauchte und sich spezialisieren musste.

So kam es, dass Personal von PLP (Electropar Ltd) in Normenausschüssen für Neuseeland und Australien mitzuarbeiten begann, als sich die benötigte Technik ändern musste und diese Änderungen in Gang kamen. Die Mitarbeit an Normen führte zu einem besseren Verständnis des internationalen Marktes für den Ex-Bereich und der Art und Weise, wie sich die dortigen Änderungen auf Neuseeland auswirken würden. Wir konnten R. STAHL auch über den neuseeländischen und australischen Markt auf dem Laufenden halten und mit diesen Informationen die Planung künftiger Produkte unterstützen.

Die Entwicklung von Ex d-Steuerelementen zur Bestückung von Ex e-Gehäusen war ein bahnbrechender Fortschritt bei der Installation, da das Gewicht drastisch reduziert werden konnte.

Um diese neuen Anforderungen und Techniken zu bewältigen, mussten wir natürlich unsere Fähigkeiten im Werk erhöhen. Wir haben die Herausforderung angenommen und sind daran gewachsen. Wir haben maßgeschneiderte Steuerkästen mit Schaltern, Anzeigen und Drucktastern montiert, von denen einige auch heute, nach etwa 30 Jahren, noch voll funktionsfähig sind.

R. STAHL hat Innovationen weiter konsequent vorangetrieben, z. B. mit der Einführung von Ex d-Schützen, Überlastschutz, Schutzschaltern für Motorsteuerungen, Leitungsschutzschaltern und RCDs. Dies war für uns der Anstoß, auf Anfrage mit der Montage von Verteilungen und Zone 1-konformen Installationen (Div 1 in USA) zu beginnen, wodurch das Qualifikationsniveau für unser Werk auf Level 2 heraufgesetzt wurde, nur ein Level unter dem Produktionsstandort von R. STAHL selbst, wo die Produkte hergestellt werden. Eine weitere bedeutende Leistung.

Im Lauf der Jahre haben wir ein breiteres Programm an Ex-Techniken eingeführt, sodass wir nun Baugruppen aus druckbeaufschlagten großen Schränken für Öl-, Gas- und Staubumgebungen bauen können. Stichworte sind hier erhöhte Sicherheit, (Ex e), Verteilerkästen, Remote-I/O-Systeme, maßgeschneiderte Steuerkästen, große und kleine Klemmenkästen. Mit der Montage von druckfesten Gehäusen wie DOL oder Stern-Dreieck-Motorsteuerungen sind wir zu unseren Ursprüngen zurückgekehrt. Wir verfügen auch über die technischen Voraussetzungen, um Kästen anzureihen und so Ex d- und Ex e-Techniken kombinieren zu können.

Die neueste Innovation für R. STAHL ist ein dünnwandiges Edelstahlgehäuse mit Zündschutzart Ex d (druckfest, „Flameproof“), bestückt mit Komponenten für den industriellen Einsatz und durch den Deckel geführten Ex d-Bedienelementen. Diese Produkte der Reihe EXpressure verwenden Berst- oder druckableitende Scheiben, um die gewünschte, mit Ex d-Standards konforme Druckableitung zu realisieren. Jede Explosion wird während und nach ihrem Auftreten sichtbar gemacht – ein großer Vorteil bei der Wartung.

Über all diese Jahre wurde stets eine enge Arbeitsbeziehung zu den Spezialisten und Qualitätsprüfern von R. STAHL gepflegt.

Auf einem Markt, auf dem das Leben der Arbeitskräfte von unserer Qualität abhängt, ist es gut zu wissen, dass wir von einem Weltmarktführer wie R. STAHL unterstützt werden. Aus der regelmäßigen Interaktion sowohl persönlich bei Schulungen und Audits als auch über verschiedene Kommunikationsformen ist eine echte Partnerschaft gewachsen, aus der sich viele persönliche Freundschaften entwickelt haben.

Niemand weiß, was die Zukunft bringen wird, doch wenn es ähnliche Herausforderungen sein werden wie die, die wir in den letzten 45 Jahren zu bewältigen hatten, können wir uns keinen besseren Partner als R. STAHL wünschen.

Werfen Sie einen Blick in das Kundenmagazin von PLP New Zealand. 
Den Beitrag über die 45jährige Zusamennarbeit und Freundschaft mit R. STAHL finden Sie ab Seite 12.

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